Alphordinga

Die Alphordinga sind: (v.l.n.r.)

 

Stefan Dietrich (Alphorn) auch noch bei der Blaskapelle und beim Tubaensemble tätig

 

Peter Thalmayr (Alphorn) auch noch bei Blasorchester und Holzbläserquintett tätig

 

Georg Thalmayr (Alphorn) auch noch bei Blasorchester und Tubaensemble tätig,

 

Rupert Klass (Alphorn)

auch noch bei der Blaskapelle tätig und

 

 


Der Waldhornist und Flügelhornspieler Peter Thalmayr aus dem Blasorchester hatte sich schon vor Jahren einen Traum erfüllt und ein Alphorn fertigen lassen. Allerdings fand er es etwas langweilig, nur mit sich selbst zu proben und engagiert hat ihn so allein auch keiner, so dass es nur alle heiligen Zeiten mal ein Stück mit Alphornunterstützung beim Orchester gab.

 

Doch zum Oktoberfest der Blaskapelle im Oktober 2009 gab es die entscheidende Wende: Er fand noch einige Musikerkollegen für eine Alphorneinlage mit zunächst noch geliehenen Instrumenten. Die Festgäste und besonders die Bläser selbst waren so begeistert, dass schnell die Idee geboren war, ein Alphornquartett zu gründen. Am 29. Oktober 2009 fand die offizielle Gründungsversammlung beim Hartlwirt statt. Dort wurde beschlossen, vier baugleiche Instrumente in F-Stimmung im Schwarzwald zu besorgen. F-Stimmung, damit man auch mit Blaskapellen zusammenspielen kann, baugleich, damit Misstöne eindeutig auf die Person am Einblas-Ende des Instruments zurückgeführt werden können. Also brauchten wir nur noch einen passenden Namen für das Quartett. Dazu muss kurz auf die Geschichte dieses außergewöhnlichen Instruments eingegangen werden, um das sich viele Legenden und Mythen ranken.

 

Das Alphorn ist nicht in der Schweiz erfunden worden (das waren die Kräuterguadl), es war seit Hunderten von Jahren im gesamten Alpenraum vertreten. Eigentlich ist es ein reines Soloinstrument, das genutzt wurde, um am Ende des Arbeitstages auf der Alm eine Melodie ins Tal zu schicken, damit die unten wussten, dass nichts passiert war. Im Lauf der Zeit gerieten diese Funktion und das Alphorn gleich mit in Vergessenheit (heute postet man auch auf der Alm in sozialen Netzen rum). Die Schweizer hatten die geniale Idee, es wiederzubeleben, drum glaubt jeder, dass sie es erfunden haben. Die besondere Faszination des Instruments beruht auf einigen Eigenheiten, die es einzigartig machen: Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Töne ist begrenzt (inetwa 11 Töne, im Gegensatz zu mehr als 30 bei einer Trompete). Die Töne sind der Naturtonreihe zugeordnet (für Interessierte: der Frequenzabstand der Töne zueinander ist immer gleich groß), was bei einigen Tönen nicht zu der in der restlichen Musik des Abendlandes üblichen temperierten Stimmung passt (dort wurden manche Frequenzen korrigiert um eine Oktave in 12 Halbtonschritte mit gleichem Abstand unterteilen zu können). Diese speziellen Naturtöne hören sich für den durchschnittlichen Konzert-, Radio- und MP3-Hörer merkwürdig, weil ungewohnt an. Zusammen mit der großen Länge des Alphorns (was nicht stimmt, es ist nicht viel länger als eine Posaune, aber halt nicht zusammengewickelt) und der enormen Reichweite von mehreren Kilometern ist es wie geschaffen, draußen, am besten noch bei einem Wahnsinnsecho und nebliger Bergstimmung, gespielt zu werden. So hört man die mystischen Klangfolgen weit durch die Bergwelt, in der auch die legendären bayerischen Urviecher, die Wolperdinga, durchs Unterholz streifen und breissische Urlauber foppen. So lag es nahe, das Alphorn und den Wolperdinga zu Alphor-dinga zu verschmelzen. Seither ist unser Name schon auf abenteuerlichste Art falsch geschrieben worden, am einfachsten zu merken ist er auf bayrisch: [Oipadinga].

 

In den Jahren seit 2009 hatten wir mehr Auftritte als Proben, was heißen soll, dass die Idee gut beim Publikum ankommt, nicht dass wir übungsfaul sind.

 

Wenn man uns engagieren will, kann man ganz modern unter www.alphordinga.de alles Nötige erfahren, oder man spricht einfach einen von uns an.