Tuba-Ensemble

Werner Spicker, Georg Thalmayr, Stefan Dietrich, Hans-Georg (Theo) Keller, Peter Schwanghard, Thomas Schwab

Die Schwergewichte

Wir sind die Schwergewichte im Musikverein Türkenfeld - das tiefe Blech. Weil wir zeigen wollen, dass wir mehr können, als nur den tragenden tiefen Klagteppich für die Melodiestimmen aus dem Orchester auszubreiten, haben wir uns zu einem Tuba-Ensemble zusammengefunden – eine eigenwillige und eher selten anzutreffende Besetzung.

 

Unser üppiges Gewicht betrifft – zum Glück - weniger uns Musiker, als vielmehr unsere Instrumente. Stolze zwölf Kilo wiegt so eine Kaisertuba, die getragen, gehalten und vor allem mit viel Luft in Schwingung versetzt werden wollen. Seit mittlerweile 14 Jahren ist das Tuba-Ensemble fester Bestandteil der Türkenfelder Musikszene. Mit unseren Instrumenten bringen wir im wahrsten Sinne des Wortes viel Glanz auf die Bühne – in erster Linie golden schimmerndes Messing. Ausgerollt hat eine Kaisertuba eine Grundrohrlänge von knapp sechs Metern, einschließlich aller Ventilbögen, die mit vier Ventilen ‚zugeschaltet‘ werden können, verlängert man die schwingende Luftsäule auf bis zu 9,66 Meter. Das Bariton – der kleine Kollege der Tuba – „glänzt“ mit seiner Grundrohrlänge von 2,62 Metern ‚nur‘ noch knapp halb so lang.

 

Fünf von uns – Peter Schwanghard, Werner Spicker, Thomas Schwab, Stefan Dietrich und Georg Thalmayr - sind seit der Gründung des Musikvereins vor nunmehr 40 Jahren aktiv beim Blasorchester beziehungsweise der Blaskapelle im Einsatz. Der sechste Mann im Bunde – Hans-Georg Keller – stieß erst später zum Blasorchester. Dafür hatte er aber die Idee, in dieser Besetzung zusammen zu spielen.

 

Mit unserem Sound sind wir immer wieder für Überraschungen gut: Wer die Tuba nur aus der Blasmusik kennt, traut ihr in der Regel keine Melodiestimmen zu. Dabei besitzt der Bass einen größeren Tonumfang als zum Bespiel eine Trompete. Im Ensemble können wir einige weitere landläufige Klischees widerlegen, die da sind: Das tiefe Blech sei nur Mitläufer in der Musikszene, sie hätten für ein „anspruchsvolles“ Instrument keinen Ehrgeiz, sie wollen ohne Üben auch zu den begehrten Freibier-Marken kommen und - ganz wichtig: Flötistinnen und Klarinettistinnen schwärmen ausschließlich für die Startrompeter. Die mitunter etwas kompakter gebauten Brummbären aus der letzten Reihe nehmen sie gar nicht wahr.

 

Zu sechst können wir beweisen, dass wir auch schnelle Läufe und schwierige Passagen meistern, und dass man einer Tuba mehr als nur stimmgewaltige Furze entlocken kann. Um einen ‚breiten‘ Klang zu erzeugen werden die verschiedenen Stimmen – im Normalfall vier, es können aber durchaus auch mal sechs sein - auf unterschiedlich große, oder besser gesagt unterschiedlich lange Instrumente verteilt. Die Länge bestimmt in welcher Tonlage das Instrument gespielt wird. Hier gilt die Faustregel: je länger, desto tiefer. Die tiefste Stimme ist für den auf B gestimmten Kaiserbass vorgesehen. Die dritte Stimme ist der etwas kleineren F-Tuba zugedacht. Die oberen beiden Stimmen werden vom Bariton (Euphonium), beziehungsweise dem Tenorhorn gespielt.

 

Unser Repertoire reicht damit von speziell arrangierten Stücken aus dem Barock bis zu extra für Tuba-Ensembles komponierten Stücken aus der jüngsten Vergangenheit oder Neuzeit – von getragener Kirchenmusik bis zu Rock, Pop und Blues. Es ist für jeden Anlass und Geschmack etwas mit dabei – überzeugen Sie sich selbst.